Fokus Teil 2


Worauf liegt Dein Fokus? Schaust Du in die richtige Richtung?

In diesem Blog möchte ich drei Gedanken mit Dir teilen. Gedanken darüber was es heißt, einen starken geistlichen Schwerpunkt im Leben zu haben und dadurch das Schlechte mit dem Guten zu übertrumpfen! Wie wir Dinge in unserem Leben sehen, was wir über sie glauben und wie wir unsere Gedanken trainieren, beeinflusst unseren Verstand ungemein und hat langanhaltenden Einfluss auf unser Leben.

Lass mich Dir ein Bespiel geben: Wenn Du denkst, Du bist in einem bestimmten Bereich nicht gut genug, wirst Du mit größter Wahrscheinlichkeit auch nicht gut genug sein. Du wirst es nicht schaffen, weil die Art wie Du über etwas denkst, die Art wie Du etwas in die Tat umsetzt, beeinflusst!

Kürzlich bin ich im Urlaub gewesen und damit es nicht zu kompliziert oder zu teuer wird, habe ich mir ein Mehrbettzimmer in einer Jugendherberge gebucht. Als ich ankam, wurde ich willkürlich mit 4 anderen Leuten zusammen in ein Zimmer gesteckt, die dort waren, um zu arbeiten. An einem Abend bin ich wie gewöhnlich zu Bett gegangen, steckte mir meine Kopfhören in die Ohren und hörte meine Lieblingsmusik. Plötzlich hörte ich ein lautes Schreien und das Licht wurde eingeschaltet. Ich wusste nicht, wie mir geschieht! Jemand schrie laut: „eine Spinne, eine Spinne“ während jemand auf dem Hochbett gegenüber nur an die Wand starrte! Es dauerte nicht einmal zwei Sekunden und ich war der Einzige im Zimmer und wusste immer noch nicht, was genau los war!

Ich bin total dankbar für die erste Person, die die Spinne neben meinem Bett entdeckt hat! Wir sprechen hier nicht von einer kleinen Hausspinne. Diese war von beachtlicher Größe, eine Größe, die keiner gern in seinem Bett haben wollen würde. Nachdem die beiden Zimmerkollegen den Raum verlassen hatten, kam ich langsam auf meinem Dämmerzustand zu mir und realisierte was los war. Schnell verlies auch ich den Raum. Ein Angestellter der Herberge kam dann schnell und befreite uns von unserem ungewollten Gast. Ziemlich schnell darauf kamen die 4 anderen Mitbewohner, packten ihre Habseligkeiten zusammen und verließen das Zimmer. Da ich nicht wusste, was los war, ging ich ihnen hinterher und fragte nach. Zur Antwort bekam ich: „Wir wechseln das Zimmer!“ Nach all diesem Trubel in jener Nacht ging ich zurück auf das Zimmer, welches ich nun für mich allein hatte und hatte eine wunderbare ruhige Nacht!

In unserem Leben werden wir schnell ängstlich, weil wir zulassen, dass unsere Schwierigkeiten unsere Gedankenwelt regieren. Unser Leben mag vielleicht voll von Schwierigkeiten und Problemen sein aber wir haben immer noch die Macht darüber zu entscheiden, ob wir zulassen, dass unsere Probleme uns überwältigen oder ob wir Herr über unsere Probleme im Leben sind.

3 Dinge die Dir helfen Deinen Schwerpunkt zu setzen

Hier sind drei Gedanken wie Du den richtigen Schwerpunkt bekommst wenn es um deine Umstände, Schwierigkeiten und Probleme geht:

1. Der Schwerpunkt hängt von Deiner Perspektive ab

Im Kolosserbrief 3, 2 fordert Paulus uns zu genau dieser Art von Einstellung heraus: „Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht.“ (HFA)
Es geschieht so oft, dass wir durch die falsche Linse auf das Falsche schauen. Manchmal müssen wir unseren Blick einfach von der „Spinne“ wegnehmen und dann verändert sich auch unsere Einstellung und Haltung und unsere Probleme sind auf einmal nicht mehr so tragisch! Es ist nicht unbedingt das, worauf wir fokussiert sind, das uns auf den falschen Weg führt. Es ist vielmehr die Art und Weise wie Du nach etwas suchst! Wenn wir uns also auf das Falsche fokussieren, werden wir niemals in unsere Berufung hineintreten können. Vor allem deshalb, weil die Probleme, die uns bewegen, nicht mit Gottes Versprechen an uns zusammen zu passen scheinen. Um noch tiefer zu gehen, hat der Schwerpunkt in unserem Leben  mit zwei Dingen zu tun, einmal damit, was wir denken und damit , wie wir denken.
John Maxwell zum Beispiel sagt: „Wenn dein Denken limitiert ist so ist auch dein Potential eingeschränkt!“1 Ich glaube, dass da soviel mehr auf uns wartet, wenn wir unseren Schwerpunkt und unsere Perspektive richtig wählen.

Frage: Worauf liegt Deine Schwerpunktsetzung heute? Hat Deine Schwerpunktsetzung eine positive oder eine negative Perspektive?

2. Deine Schwerpunktsetzung ist viel besser, wenn Du mit dem zufrieden bist an das Du glaubst

Johannes 11, 38-43 erzählt eine Geschichte über die Auferstehung des bereits verstorbenen Lazarus durch Jesus Christus. Als dieser am Grab ankommt bittet er die Leute den Stein vor der Grabesöffnung wegrollen zu lassen. Zu diesem Zeitpunkt sehen wir zwei Menschen mit zwei der unterschiedlichsten Perspektiven! Auf der einen Seite ist Martha, deren Schwerpunktsetzung auf dem Grab und Lazarus lag und nicht auf Jesus, von dem sie wusste, dass dieser eine übernatürliche LösungWende bringen konnte (Vers 39). „Aber Marta, die Schwester des Verstorbenen, sagte: »Herr, der Geruch wird unerträglich sein! Er ist doch schon vier Tage tot!«“

Auf der anderen Seite sehen wir Jesus und wie dieser mit einer Einstellung an die Sache heran geht, die nicht von dieser Welt ist. Vers 40 sagt: „»Habe ich dir nicht gesagt«, entgegnete ihr Jesus, »du wirst die Macht und Herrlichkeit Gottes sehen, wenn du nur glaubst?«

Frage: Bist Du zufrieden mit dem, was Du glaubst?
– Ist Deine Schwerpunktsetzung auf Deine alltäglichen Dinge, Probleme, Umstände oder vielleicht sogar schlechten Gerüche gerichtet, oder bis Du auf Gott fokussiert, welcher Dir Herrlichkeit in Dein Leben bringt und Deine hoffnungslosen Situationen von „Tod“ zu „Leben“ verändert?

3. Schwerpunktsetzung wird Deinen Glauben stärken

Glauben versteht man normalerweise als fokussiert sein und auf die richtigen Dinge zu hoffen. Wenn wir unsere Denkweise dahingegen lenken, dass wir an das Richtige glauben und auf einen guten Ausgang hoffen, produziert diese gute Früchte und unserer Glaube wird automatisch vertieft. Dies geschieht also wenn wir Jesus folgen, denn er ist der Vollender und Urheber unseres Glaubens (Hebräer 12,2a, HFA).

Ein Leistungssportler zum Beispiel möchte die Goldmedaille bei den Olympischen Spielen gewinnen. Wenn er nicht darauf fokussiert ist oder gar nicht erst erwartet gewinnen zu können, wird er es höchstwahrscheinlich auch nicht schaffen. Es bedarf Ausdauer und Durchhaltevermögen, um jeden Tag hart zu trainieren und es können auch immer wieder unerwartete und schwierige Situationen während des Trainings auftreten. Mit unserem Glauben ist es genau dasselbe, da dieser in schwierigen Zeiten durch Ausdauer und Durchhaltevermögen wächst. Wenn wir also vor unangenehmen Situationen davonlaufen, werden wir von uns selbst enttäuscht sein und es könnte sein, dass wir herrlichen Ergebnisse verpassen, die Gott uns geben möchte! Sich einer Herausforderung zu stellen, ist nicht einfach und kann eine Menge Herzschmerz bedeuten. Aber es lohnt sich, auf dem Weg zu bleiben, denn das Versprechen, zu dem Gott uns führt, ist immer höher als der Preis, den wir bezahlen.

Frage: Wovor läufst Du davon?
– Wechselst Du den „Raum“ oder vertraust Du darauf, dass Gott die „Spinnen“ für einen größeren Grund bewegt?

Ich hoffe ich konnte Dich ermutigen und Dir dabei helfen auf eine Reise mit Gott zu gehen. Eine Reise des Vertrauens in ihn, damit sich Dein „Glaubenspotential” weiterentwickeln kann!

In Liebe!

Nathanael

#Focus #blog2 #trustHim


1Maxwell, John C. Jumpstart Your Thinking: A 90-Day Improvement Plan. New York: Center Street, 2015.

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