Die Vorratskammer

Die Vorratskammer


 

Hast Du jemals die schmerzvolle Erfahrung machen müssen, dass jemand etwas bekommen hat oder tun durfte, was Du Dir lange gewünscht hast?

Durch meine chronische Krankheit habe ich viele Situationen erlebt in denen jemand etwas tun durfte was ich mir selbst schon lange gewünscht hatte, ich aber durch meine Einschränkung nicht tun konnte!

Hier ein kleines Beispiel. Als ich noch ein Kind war, war es fast schon Tradition, dass die halbe Stadt im Monat Mai in den Urlaub fuhr. Damals war es für Dialysepatienten leider kaum möglich zu reisen. Somit war es auch meiner Familie nicht möglich in den Urlaub zu fahren.

Die Leute haben diese 2 Wochen Ferien am Strand besonders genossen. Auch ich hätte es sehr genossen überhaupt einmal in den Urlaub fahren zu können!

Manchmal denken wir, dass das Leben unfair ist wenn wir nicht das bekommen oder tun können das wir uns wünschen. 

In diesem Blog möchte ich über die Idee „der Vorratskammer“ schreiben. Vielleicht hast Du schon mal den Ausdruck gehört: „Es erwarten Dich noch so viele tolle Dinge in Deiner Zukunft!“

Oft geht es uns doch so, dass wir das Gefühl haben das wir gerade in diesem Moment etwas haben müssen, aber dann ist es doch eigentlich nur ein Wollen anstatt ein Brauchen! Von Natur aus fokussieren wir uns oft auf das „jetzt“ anstatt auf die Zukunft zu achten, die Gott für uns bereit hält!

Wenn Dir die Bibel nicht so geläufig ist, Du nicht in eine Gemeinde gehst oder diese Geschichte noch nicht gehört hast, in Matthäus 25:14-30 erzählt Jesus seinen Jüngern eine Geschichte. In der Geschichte geht es um einen Chef der drei seiner Angestellten drei verschieden hohe Geldbeträge aushändigt, abhängig von deren Fähigkeiten. Der Chef erwartet, dass alle drei Angestellten mit dem Geld arbeiten würden und dieses vermehren. Nach einer Weile kommt der Chef zurück und sammelt alles Geld wieder ein. Die ersten Beiden haben sich recht gut angestellt und mehr Geld zurückgebracht als sie bekommen haben.

Der dritte Angestellte gab genau den gleichen Betrag zurück. 

Wenn wir einmal über unser Leben nachdenken, ist es nicht so, dass Gott uns Talente, Eigenschaften, Gaben und Segen abhängig von unseren Fähigkeiten schenkt? Zu allererst mag es unfair erscheinen wenn Menschen mehr Dinge tun können als wir denken das sie tun können. Aber Gott weiß ganz genau was wir brauchen und was wir im Moment bewältigen können. Er ist ein großzügiger Gott und er möchte uns geben was wir benötigen und nicht was wir wollen. Er weiß nämlich ganz genau wie viel wir ertragen und handhaben können! In den nächsten beiden Punkten möchte ich Dir Ermutigung zusprechen indem ich mit Dir teile wie ich damit umgehe und wie ich meine Gedankenwelt von „Es ist unfair“-Einstellung zu einer „Es ist gut“-Einstellung verändert habe!

1. Schaue auf das was Du bereits hast

Wir tendieren schnell dazu uns mit Anderen zu vergleichen. Aber sich zu vergleichen führt niemals zu Befriedigung! Wenn wir uns vergleichen sehen wir immer Dinge die andere haben, wir aber nicht. Und wenn wir das sehen, können wir schnell in Selbstmitleid versinken. Wenn wir dort erst einmal angekommen sind haben wir keinen Mut mehr, keine Motivation oder Idee was wir mit dem anfangen können, dass uns bereits gegeben wurde!

Während der Jahre in denen ich nicht in den Urlaub fahren konnte, begann ich größer zu träumen! Das ist ein einfacher Anfang, der einen manches Mal viel Selbstdisziplin abverlangt! Ich habe begonnen nicht nur zu träumen in den Urlaub fahren zu können, sondern die Welt zu bereisen! Einer meiner größten Träume war es einmal nach Australien zu reisen. Auch wenn es zu jener Zeit unmöglich erschien, habe ich mir einige Bilder von Australien an meine Wand gehangen, um mich immer wieder daran zu erinnern.

Kolosser 3:2 sagt: „Ja, richtet eure Gedanken auf Gottes himmlische Welt und nicht auf das, was diese irdische Welt ausmacht.“ (HFA)

Mit anderen Worten, wenn wir beginnen auf Gott zu schauen, der fähig ist das Unmögliche Wirklichkeit werden zu lassen, dann ist es egal was wir haben oder auch nicht haben. Wir können ganz einfach dankbar sein für was auch immer wir von Gott geschenkt bekommen haben!

2. Glaube an das was Du tun kannst

In unserer Geschichte sehen wir, dass die dritte Person die selben Vorraussetzungen wie die beiden anderen Angestellten bekommen hat. Wie auch immer, wir können uns vorstellen, dass er vor seinem Chef Angst hatte und diese Unsicherheit hat seine Taten bestimmt. Mit anderen Worten, er hatte die komplett falsche Einstellung seinem Chef gegenüber. Wenn wir die richtige Einstellung dem gegenüber haben was wir tun, den Menschen gegenüber die um uns herum sind und den Situationen gegenüber die wir erleben, dann werden wir mit Sicherheit das entdecken was Gott für unsere Zukunft bereit hält!

Denis Whitley sagt: Die Schneide eines Siegers ist nicht, dass er von Geburt and besonders talentiert ist, einen hohen IQ hat oder begabt. Die Schneide eines Siegers liegt allein in seiner Einstellung nicht seiner Eignung.”1

Jeder von uns kann etwas tun, dass ein Anderer nicht kann! Mir wurde die Gabe gegeben, dass ich egal welche Umstände um mich herum sind ich große Träume habe! Ich habe nicht aufgehört zu träumen oder treu mit dieser Gabe umzugehen. Zu träumen ist ganz einfach, aber es bedarf sehr viel Geduld, Schritt für Schritt vorwärts zu gehen zwischen den Erfüllungen unserer Träume und daran festzuhalten wenn sie nicht direkt erfüllt werden.

Je loyaler wir Gott gegenüber sind mit den kleinen Dingen die er uns anvertraut hat, um so treuer wird er uns gegenüber sein und uns noch mehr schenken als wir uns zuvor gewünscht hatten und vorstellen können!

Im Vers 21 und 23 antwortet der Chef den beiden treuen Angestellten: „›Gut so, Du bist ein tüchtiger und zuverlässiger Verwalter. In kleinen Dingen bist Du treu gewesen, darum werde ich Dir Großes anvertrauen. Komm zu meinem Fest und freu Dich mit mir!‹“ (HFA)

Heute kann ich Dir sagen, nachdem ich viele Jahre treu an diesem kleinen Funken von Traum festgehalten habe, bin ich 2010 tatsächlich das erste Mal, für 2 Monate, nach Australien gereist. Dann kam ich wieder nach Hause aber 2 Jahre später kam ich zurück nach Australien und begann dort am Leadership College zu studieren! Ich bin immer noch hier, und heute leite ich einen inspirierenden Dienst, der mir die Möglichkeit schenkt an verschiedenen Stellen der Welt und zu verschiedenen Nationen zu sprechen! Niemals hätte ich mir erträumen lassen einmal in Australien zu leben und zu arbeiten, noch habe ich mir vorstellen können, dass so ein kleiner schüchterner Junge wie ich einmal öffentliche Reden halten würde die anderen Menschen dazu ermutigen, dass das Unmögliche Wirklichkeit werden kann!

Ich hoffe dieser Blog konnte Dich inspirieren und forderte Dich dazu heraus zu sehen was Gott für Deine Zukunft bereit hält! Mit einem Gott, der uns liebt, der für uns ist und nur das Beste für uns im Sinn hat, gibt es unvergleichlich viel mehr für unsere Zukunft als wir uns vorstellen können! Und ich verspreche Dir, wenn Du Gott die Erlaubnis gibst Großes zu tun, dann liegen Deine ruhmreichsten Tage noch vor Dir!

Wenn Du irgenDeine bestimmte Hilfe im Zusammenhang mit diesem Thema benötigst, lass es mich wissen. Ich würde Dir gern behilflich sein!

Gottes Segen

Nathanael

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Reference:
  1. John C. Maxwell, JumpStart Your Priorities – Day 1, page 8

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